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Piz Palü, 3905m

Überschreitung Ostgrat - Fortezzagrat

Piz Palü, 3905m, Berninagruppe Piz Palü, 3905m, Berninagruppe

Gipfel: Piz Palü

Höhe: 3905m

Gebiet: Berninagruppe

Talort: Bahnhof und Talstation der Diavolezzabahn, 2093m

           Großer, kostenloser Parkplatz an der Station

Ausgangspunkt: Talstation der Bergbahn

                           Fahrzeiten der Bahn

Art: Hochtour

Jahreszeit: 28 Juni 2009

Stützpunkt: Berghaus Diavolezza, 2973m

Wetter:

Führer:

  • SAC Clubführer; Band 5 Bündner Alpen; Bernina-Massiv und Valposchiavo; Pierino Giuliana
  • Gebietsführer Berninagruppe; Walther und Günther Flaig; Bergverlag Rudolf Rother

Karten:

  • Landeskarte der Schweiz; 1 : 25000; St. Moritz Bernina; 2521

Sonstiges:

  • Hochtouren Ostalpen; 100 Fels- und Eistouren zwischen Bernina und Tauern; Edwin Schmitt und Wolfgang Pusch; Rother Selection

Ausrüstung: komplette Gletscher-, Hochtourenausrüstung

Aufstieg: Ostgrat

               Schwierigkeit: WS+

                                    Eis bis 35°

                                    Die Schwierigkeit kann je nach Zustand des

                                    Cambrenaeisbruchs stark variieren. Überhaupt ist  

                                    die Schwierigkeit der Route stark abhängig von

                                    den Verhälnissen auf dem Persgletscher.

                                    Ausgesetzter und luftiger Grat vom Ost- zum

                                    Hauptgipfel

              Höhendifferenz: Berghaus Diavolezza - Schulter: ca. 760 Hm

                                     Schulter - Ostgipfel: ca. 150 Hm

                                     Ostgipfel - Hauptgipfel: Abstieg: ca. 30 Hm

                                                                       Aufstieg: ca. 50 Hm

                                     Gesamt: Aufstieg: ca. 960 Hm

                                                  Abstieg: ca. 30 Hm

              Zeit: 4 - 4,5 Std.

Abstieg: Westgrat (Spinasgrat) - Fortezzagrat

              Schwierigkeit: Spinasgrat: WS+

                                   Fels: II

                                   Fortezzagrat: WS+

                                   Fels: II (im Abstieg kann mehrmals abgeseilt

                                                werden)

              Höhendifferenz: Hauptgipfel - Westgipfel: Abstieg: ca. 90 Hm

                                                                         Aufstieg: ca. 20 Hm

                                     Westgipfel - Fuorcla Bellavista: ca. 140 Hm

                                     Abstieg zum Persgletscher: ca. 1020 Hm

                                     Anstieg zum Berghaus Diavolezza: ca. 250 Hm

                                     Gesamt: Abstieg: ca.1250 Hm

                                                 Aufstieg: ca. 270 Hm

              Zeit: 4 - 4,5 Std.

Tourenbericht:

 

Eigentlich konnten die Verhältnisse nicht besser sein. Ein gut zugeschneiter Persgletscher, der ein mühelosen Anstieg über den Cambrenaeisbruch und den Gletscher ermöglichte (alle Spalten waren noch gut zugeschneit), guter Trittschnee bei der Überschreitung der Gipfel und zunehmend besseres Wetter. Leider war es in der vorangegangenen Nacht meist bewölkt, so das der Schnee auf dem Gletscher nicht durchfror. Dementsprechend mühsam war das vorankommen in der NO-Flanke beim Aufstieg und im Abstieg über Fortezzagletscher im aufgeweichten Schnee.

Vom Berghaus Diavolezza (hier schon Schnee), ging es in Richtung einer Scharte am Fuss des Saas Queder. Weiter in der Ostflanke des Piz Trovat bis zur Fuorcla Trovat. Normalerweise findet man bis hierher einen guten Pfad vor. Aktuell wird der meiste Teil des Pfades aber im Schnee begangen. Gute Trittspuren!

Den Persgletscher kann man wahlweise im Abstieg bei der Fuorcla Trovat betreten oder etwas weiter südöstlich bei der Fuorcla d'Arlas

Weiter ging es südwestlich fast eben in Richtung NW-Fuss des Piz Cambrena. Nun in die steile Nordostflanke des Piz Palü hinein und diesen hinauf bis zur Ostschulter des Ostgipfels, 3726m. Der Weg durch die Flanke ist momentan ohne Schwierigkeiten zu bewältigen. Die Schwierigkeit kann aber sehr schwanken von, wie jetzt relativ problemlos, bis hin zu sehr anspruchsvoll, wenn die mächtigen Spalten des Gletschers geöffnet sind. Die Wegführung durch den Eisbruch ist stark von den Verhälnisse abhängig. Manchmal sind die Spalten am Cambrenaeisbruch durch Leitern entschärft.

Von der Ostschulter ging es dann steil weiter bei jetzt gutem Trittschnee in Richtung Ostgipfel, 3882m. Von diesem kurz absteigend und über einen luftigen und schmalen Grat weiter zum Hauptgipfel des Palü, 3905m.

Vom Gipfel erst wieder kurz absteigend weiter zum Westgipfel, Piz Spinas, 3823m.

Über den schönen Felsgrat (Stellen II), momentan noch mit schneedurchsetzten Passagen, ging es dann hinab zur Fuorcla Bellavista.

Wenig westlich von der Fuorcla Bellavista steigt man dann in nördlicher Richtung zum Fortezzagrat ab. Der Grat ist in seinem Felsteil bestens mit Pfeilen markiert und gut mit Ringen zum Abseilen eingerichtet. Es kann also hier und da abgeseilt werden. Hat man die Felspassage hinter sich steigt man weiter in nördlicher Richtung ab zur Isla Persa und dort auf Steigspuren weiter hinab zum Persgletscher. Fast eben quert man den Persgletscher in nordöstlicher Richtung wo auf der Moräne (ca. 2720m) eine Pfadspur aufwärts zum Berghaus Diavolezza führt.

Bilder zur Tour:

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