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Obergabelhorn, 4063m

Nordwand - NNW-Grat

Obergabelhorn, 4063, Walliser Alpen Obergabelhorn, 4063, Walliser Alpen

Gipfel: Obergabelhorn

Höhe: 4063m

Gebiet: Walliser Alpen

Talort: Zinal, 1678m

Ausgangspunkt: großer, kostenloser Parkplatz am Ortsausgang

Art: Hochtour, Nordwand

Datum: 12.07.2009

Stützpunkt: Cabane du Mountet, 2886m

Wetter:

Führer:

  • SAC Clubführer; Hochtouren im Wallis; Vom Trient zum Nufenenpass; Hermann Biner
  • Gebietsführer Walliser Alpen; Michael Waeber; Bergverlag Rudolf Rother

Karten:

  • Landeskarte der Schweiz; Zusammensetzung Zermatt Gornergrat; 1:25000; 2515

Ausrüstung: komplette Gletscher-, Hochtourenausrüstung; mehrere

                    Eisschrauben, Tiblocs oder Ropemans, Expressschingen

Aufstieg: Nordwand

               Schwierigkeit: S

                                    Eiswand bis 55°

                                    Bergschrund und Ausstieg steiler

                                    Wandhöhe: 450m

               Höhendifferenz: Cabane du Mountet - Gipfel: 1250m

               Zeit: 6 - 8 Std.

Abstieg: NNW-Grat (Coeurgrat)

              Schwierigkeit: ZS

                                   Fels: III

                                   Eis bis 50°

              Höhendifferenz: 1250m

              Zeit: 5 - 6 Std.

Tourenbericht:

 

Start gegen 2.45 Uhr von der Cabane du Mountet bei noch sternenklarem Himmel. Den Steinmännern folgend führt ein Pfad hinunter zum Glacier Durand. Man quert diesen Gletscher in Richtung den Felsen von La Coeur. Bei uns waren die Verhältnisse sehr gut, so das wir den Aufstieg zum Gletscherplateau zum Einstieg in die Wand östlich der Felsen wählten. Dieser Aufstieg verläuft (noch) durchgehend im Schnee, ist aber an zwei Passagen schon leicht felsig und vereist. Dieser Aufstieg ist durchgehend steil, bis 50°. Es sind aber gute Trittspuren vorhanden.

Der Überquerung des Bergschrundes ist an zwei Stellen möglich. Entweder direkt in Falllinie vom Gipfel, oder etwas leichter weiter links davon. Wir wählten den etwas leichteren Übergang. Dort ging es problemlos.

Bergschrund Bergschrund

Nach der Überwindung des Bergschrundes querten wir allmählich wieder in die Gipfelfallinie. Haben die meiste Zeit mit Tiblocs und Ropemans gesichert und Standplätze nur zum Materialaustausch gebaut. Die Verhältnisse in der Wand waren noch sehr gut. Noch nichts blank, aber oft eine dünne Schneeauflage auf dem Eis. Alles aber gut griffig und hier und da guter Trittschnee.

unterwegs in der Nordwand unterwegs in der Nordwand

Der Ausstieg aus der Wand erfolgte kurz unterhalb der Gipfelfelsen auf den NNW-Grat und ist nochmal richtig steil. Weiter ging es steil aber problemlos über den oberen Teil des NNW-Grates auf den Gipfel.

Der Abstieg erfolgte über den NNW-Grat (Coeurgrat). Auch hier gute Bedingungen. Anfangs über den schön geschwungen Firngrat ging es hinab bis zu P.3690.

Der obere Teil des NNW-Grats Der obere Teil des NNW-Grats

Vom P.3690 kann man dann entweder die Felsen abklettern, oder zweimal bis auf das Gletscherplateau abseilen. Es hängen jedemenge Schlingen. Von dort gehts der Aufstiegspur folgend wieder hinab. Die steile Querung nach dem Eisbruch in Richtung der Felsen war im Abstieg nicht mehr ganz so einfach wie im Aufstieg. Der Schnee war schon ziemlich aufgeweicht. Konnten ab und zu mal eine Eisschraube setzen. Weiter ging der Abstieg wie im Führer beschrieben über Le Coeur. Nach der Querung kann man auf einem Band aussteigen das über sehr brüchiges Gelände zu einem deutlichen Steinmann führt. Weiter quert man das Band, jetzt noch schneedurchsetzt, bis zu einer Rippe. Von hier absteigend über brüchige Felsen bis man in den Schnee rechts von Le Coeur einsteigen kann.

 

Jetzt wieder den Gletscher queren bis zu der steilen Moräne und über diese zur Hütte.

Bilder zur Tour:

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